Vorbereiten: einen Fall und eine Gesprächsfrage wählen
Die Moderation spielt den Fall vorab durch und prüft, ob sein Lernziel zur Gruppe passt. «Noch eine gute Frage. Und noch eine.» bietet einen Einstieg über Lernhilfe. «Ein Laptop. Vier Namen.» öffnet Fragen zur fachlichen Beteiligung in Gruppen. Für sensible Themen sollte ausreichend Gesprächszeit bleiben.
Öffne im Kollegiumsmodus einen Raum und halte Raumcode oder Einladungslink bereit. Bis zu 40 Personen können auf eigenen Geräten teilnehmen. Formuliere als Fokus beispielsweise: «Welche Information brauchen wir, bevor wir die Hilfe verändern?» So hat das Gespräch einen gemeinsamen Ausgangspunkt.
Der Ablauf: vom eigenen Weg zum gemeinsamen Vergleich
Die Zeiten sind ein Moderationsvorschlag. Wenn eine Frage mehr Raum braucht, kürze den Transfer oder vereinbare einen Anschluss; der Abschluss des Spiels muss keine Diskussion unter Zeitdruck erzwingen.
- Minute 0–4: Lernziel des Falls lesen, Raum beitreten und klären, dass unterschiedliche Entscheidungen besprochen werden. Das Spiel vergibt keine Punkte.
- Minute 4–11: Die Moderation gibt den Start frei. Alle spielen zunächst für sich und geben ihren Weg ab. Eine kurze Begründung ist freiwillig.
- Minute 11–23: Die Moderation öffnet den Vergleich; damit endet die Abgabe. Wählt zwei unterschiedliche Wege und untersucht die jeweiligen Gründe und Folgen.
- Minute 23–30: Jede Person formuliert einen Unterrichtsimpuls und die Beobachtung, auf die sie danach achten möchte. Vereinbart, wann ihr Erfahrungen dazu austauscht.
Eine Verteilung wird durch die Gründe interessant.
Der Vergleich zeigt Wege und freiwillige Begründungen ohne Namenszuordnung. Eine häufig gewählte Antwort ist dadurch noch keine bessere Antwort. Frage zuerst: «Welches Ziel war für diese Entscheidung ausschlaggebend?» Lass danach eine andere Perspektive ergänzen, bevor die Gruppe Schlüsse zieht.
Hilfreiche Nachfragen sind: «Was habt ihr zu diesem Zeitpunkt über die lernende Person angenommen?» und «Welche zusätzliche Information hätte eure Wahl verändert?» Wenn mehrere Personen denselben Weg gewählt haben, könnt ihr gerade die verschiedenen Begründungen untersuchen. Achtet darauf, die fiktiven Figuren nicht als Diagnosen realer Lernender zu behandeln.
Schliesst mit einer erprobbaren Vereinbarung.
Ein möglicher Abschluss nach dem Gruppenarbeitsfall lautet: «Bei unserem nächsten Gruppenauftrag kann jedes Mitglied eine Aussage und deren Grenze erklären.» Ergänzt, wann diese Erklärung stattfinden soll und welche Hilfen erlaubt bleiben. Eine solche Vereinbarung ist konkreter als der Vorsatz, künftig genauer auf KI-Nutzung zu achten.
Beim nächsten Treffen bringt jede Person eine kurze Beobachtung mit: Was wurde gesagt oder gezeigt? Welche Unterstützung war nötig? Verwendet dabei keine Namen oder identifizierenden Angaben von Lernenden. Besprecht anschliessend, ob ihr euren Auftrag oder eure Unterstützung verändern möchtet.
Fragen aus der Praxis
Müssen alle Teilnehmenden ein Konto anlegen?
Für das Spiel ist kein Konto nötig. Im Kollegiumsmodus treten Teilnehmende mit Raumcode oder Einladungslink und einem Alias bei. Die Moderation steuert Start und Vergleich und kann selbst mitspielen.
Können wir mit nur einem Bildschirm arbeiten?
Ja. Öffnet einen Fall im Solomodus am gemeinsamen Bildschirm. Alle notieren zuerst ihre eigene Entscheidung; danach wählt ihr einen Weg zum Weiterspielen. Den automatischen Vergleich individueller Wege erhaltet ihr im Kollegiumsmodus mit eigenen Geräten.
Was machen wir, wenn alle dieselbe Antwort wählen?
Vergleicht zunächst die Gründe und Erwartungen hinter der Wahl. Lasst anschliessend eine andere Handlung prüfen: Unter welchen Bedingungen wäre sie nachvollziehbar? Dafür könnt ihr den Fall erneut spielen. Einstimmigkeit beendet die fachliche Diskussion nicht.
Können wir den Raum eine Woche später weiterverwenden?
Räume sind 24 Stunden zugänglich. Haltet eure gemeinsam vereinbarten Unterrichtsimpulse separat fest und öffnet für ein späteres Treffen einen neuen Raum. Der Raum ist für die gemeinsame Spielsitzung gedacht.



